Material Innovations

Schwingspulendraht mit niedrigem TCR

Temperaturkoeffizient des spezifischen Widerstands (TCR) sorgt für konstante Impedanz

Für elektrische Spulenwicklungen, insbesondere in beweglichen Spulen wie der Schwingspule eines robusten Basslautsprechers oder anderer elektroakustischer Wandler, hat die vorliegende Erfindung metallische Materialien als Alternativen zu Kupfer oder Aluminium im Schwingspulendraht identifiziert, die einen höheren maximal verfügbaren Schalldruckpegel (Sound Pressure Level, SPL) ermöglichen und damit eine empirisch ermittelte Grenze von knapp unter 120 dB/1 m überschreiten – eine Grenze, die bislang unabhängig von Effizienz und konstruktiven Unterschieden für verschiedenste Lautsprecher des Stands der Technik galt. Durch das Studium des bekannten Stands der Technik hinsichtlich dieser Begrenzung und die theoretische Analyse jener Faktoren in Aufbau und Design der Schwingspule, die den maximal erreichbaren Schalldruckpegel begrenzen, wurde eine neuartige Grundlage für die Auswahl des Schwingspulendrahtmaterials entwickelt. Durch die Auswahl des Drahtmaterials nach einem niedrigen TCR (Temperaturkoeffizient des Widerstands) in Verbindung mit einem geeigneten spezifischen Widerstand und einer geeigneten Dichte – anstatt allein nach einem niedrigen spezifischen Widerstand, der herkömmlich Kupfer oder Aluminium vorgab – hat die vorliegende Erfindung zur Identifikation neuer Drahtmaterialien geführt, die den verfügbaren Schalldruckpegel erhöhen können. Zu diesen Materialien gehören Aluminiumlegierungen mit zwei bis fünf grundlegenden Legierungsmetallen aus der folgenden Gruppe: Magnesium, Silizium, Mangan, Zink und Kupfer. Die Legierung Al Mg(3,5 %) in extrudierter Form erreicht einen maximalen Schalldruckpegel, der 1,5 dB über dem von reinem Aluminium und 3,32 dB über dem von reinem Kupfer liegt.

Patentiert 1994, JBL Incorporated.

 

Alnico

Erste Verwendung von Alnico-Magneten

JBL war Branchenführer bei der Einführung dieser starken, permanenten Hochleistungslegierung aus Aluminium, Nickel und Kobalt in professionellen Lautsprechersystemen.

Alnico-Magnete erzeugen an ihren Polen eine Magnetfeldstärke von bis zu 1500 Gauß (0,15 Tesla) – etwa 3000-mal stärker als das Magnetfeld der Erde.

Erstmals eingeführt im D130, einem 15-Zoll-Wandler.

 

Titanmembranen

Erste Einführung von Titan in Hochfrequenzmembranen

Die Titan-Diamantmembranstruktur von JBL verbindet die Robustheit von Membranen aus Phenolharz und Verbundwerkstoffen mit dem herausragenden Frequenzgang empfindlicher Membranen aus Aluminium und exotischen Metallen.

 

Neodym-Magnet

Erster Pro-Audio-Kompressionstreiber und Woofer mit Neodym-Magnet

Neodym-Magnete und Doppelschwingspulen bieten Spitzenleistung bei einem Bruchteil des Gewichts herkömmlicher Treiber. Die Neodym-Kompressionstreiber der nächsten Generation von JBL liefern beeindruckend präzise Höhen dank eines neuen, ringförmigen 1,5-Zoll-Polymermembran-Designs.

Die magnetischen Eigenschaften von Neodym ermöglichen es, dass wenige Unzen mehrere Pfund herkömmlichen Magnetmaterials ersetzen. Während auch andere Lautsprecherhersteller Neodym einsetzen, haben die Ingenieure von JBL ein Design entwickelt, das die massiven (und schweren) Polplatten, Rückplatten und Polkerne reduziert, die den „magnetischen Kreis“ vervollständigen.

Typische Neodym-Konfiguration